Kein Grund mehr für „what a time to be alive?" Oder doch?
Ich bin kein Optimist. Aber Commonwealth Fusion Systems hat gerade ein kommerzielles Kernfusionskraftwerk für 2027 angekündigt. Kurz durchatmen.
Ich bin wirklich kein Optimist – eher im Gegenteil. Aber manchmal gibt es News, bei denen selbst der Zyniker kurz innehalten muss.
👉 Commonwealth Fusion Systems (CFS) hat in den USA das erste Gewerbegebiet genehmigt bekommen, das explizit für den Betrieb einer Kernfusionsanlage ausgewiesen ist. Nennleistung: 400 Megawatt.
Kurz durchatmen: Kernfusion. Ein kommerzielles Kraftwerk. Seit rund 80 Jahren ackert die Menschheit an der Technologie. Erst 2022 gab's den ersten Laborversuch, bei dem tatsächlich mehr Energie rauskam als reingesteckt wurde.
Und jetzt:
- CFS hat fast eine Milliarde Dollar von Google & Co. eingesammelt.
- 2027 soll der erste kommerzielle Reaktor ans Netz gehen.
- Im Newsletter von CFS kann man quasi in Echtzeit zusehen, wie so ein Ding gebaut wird.
Der Sci-Fi-Nerd in mir ist begeistert. Wir reden hier über eine Technologie, die in Romanen und Filmen seit knapp hundert Jahren als die Zukunfts-Energiequelle herhalten muss – und jetzt wird sie gerade wirklich gebaut.
Ob das klappt? Keine Ahnung. Dass es schiefgeht? Möglich. Aber allein, dass wir diesen Punkt überhaupt erreicht haben, ist schon ziemlich abgefahren.
What a time to be alive.